Hunderte Jugendliche starten Lehre in Dentalberufen

Berufslehre Dentalberufe

Schweizweit starten rund 70’000 Jugendliche im August 2026 ihre Berufslehre. Besonders gefragt sind Berufe in Gesundheit, Betreuung und Handel.

Doch auch die Dentalbranche bietet spannende Berufsfelder: Die kaufmännische Lehre EFZ – nach wie vor der beliebteste Lehrberuf überhaupt – wird auch in Zahnarztpraxen angeboten. Ebenso starten in diesen Tagen viele Jugendliche in handwerkliche und medizinische Berufe wie Zahntechniker EFZ oder Dentalassistentin EFZ.

Zahntechniker EFZ: 50 neue Lernende

Der Verband Zahntechnischer Laboratorien Schweiz VZLS bestätigt auf Anfrage dieses Newsmagazins für 2026 insgesamt 52 neue Lernende im Beruf Zahntechniker EFZ. Damit setzt sich ein positiver Trend fort, nachdem die Zahl der Lehrbeginne in den Vorjahren teilweise rückläufig war. Die vierjährige Lehre verbindet handwerkliches Präzisionshandwerk mit digitalen Technologien wie CAD/CAM und 3D-Druck. Wer bereits eine abgeschlossene Berufslehre vorweist, kann die Ausbildung in verkürzter Form absolvieren.

Dentalassistentin EFZ: mehrere hundert Neueinsteigende

Der SVDA verfügt über keine offiziellen Zahlen zum Lehrbeginn im August 2026. Aus Erfahrung seien es jedoch «mehrere 100 Personen», die auf verschiedene Berufsschulen verteilt ihre dreijährige Ausbildung beginnen. Die praktische Ausbildung findet in der Zahnarztpraxis statt, ergänzt durch wöchentlichen Berufsschulunterricht und zehn überbetriebliche Kurse während der gesamten Ausbildungszeit.

Nachgefragt bei SVDA

«Mehrere 100» neue Dentalassistentinnen

Gabriela Brunner und Regula Blindenbacher von Schweizerischer Verband Dentalassistentinnen (SVDA) im Interview.

Wie viele Personen beginnen jetzt im August mit einer Lehre als Dentalassistentin?
SVDA: Aus Erfahrung sind es mehrere 100 Personen auf die verschiedenen Berufsschulen verteilt, ganz genaue Angaben haben wir dazu aber nicht.

Wie lange dauert die Berufslehre?
SVDA: Die Ausbildung zur Dentalassistentin/Dentalassistent dauert 3 Jahre. Die praktische Ausbildung erfolgt in der Zahnarztpraxis. In diesen Jahren besuchen die Lernenden 1x pro Woche die Berufsschule. Ausserdem finden 10 Tage überbetriebliche Kurse pro Ausbildung statt.

Dentalassistent/in ist ein Beruf mit viel Verantwortung. Ist es schwierig, junge Menschen dafür zu gewinnen?
SVDA: Nein, es ist unserer Meinung nach nicht schwierig, junge Menschen für die Ausbildung zu gewinnen.

Worin liegt dann die Herausforderung?
Die Schwierigkeit liegt eher darin, dass die ausgebildeten Berufsleute nach der Ausbildung den Beruf verlassen.

Was genau unternimmt der SVDA für die Berufsförderung?
SVDA: Verschiedene Fortbildungen sowie den Jahreskongress für Dentalassistentinnen/Dentalassistenten bieten wir an. Diese Fortbildungen dienen dazu, dass die DA’s immer auf dem neusten Stand bleiben. Ausserdem haben wir seit einiger Zeit eine beUnity-Plattform. In dieser App werden Verbandsinhalte publiziert, aber auch Fragen von Mitgliedern gestellt bzw. beantwortet. Der SVDA stellt Delegierte, welche sich aktiv in der Schweizerischen Kommission für Berufsentwicklung und Qualität (SKBQ) engagieren.

An welche Fächer oder Ereignisse in Ihrer persönlichen Berufslehre können Sie sich besonders gut erinnern?
SVDA: Wir können uns noch gut an den Berufskundeunterricht erinnern. Die Theorie aus der Schule hat uns geholfen, die Arbeiten in der Praxis besser zu verstehen. Bezüglich der Ereignisse sind wir der Meinung, dass der erste chirurgische Eingriff einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Wenn man als DA zum ersten Mal bei einer Weisheitszahnentfernung dabei ist, ist es etwas sehr Spezielles.

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Kontakt SVDA

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