Die Straumann Group erhält einen neuen CEO. Christopher Norbye übernimmt die Führung des Basler Dentalunternehmens per 1. Dezember 2026. Er folgt auf Guillaume Daniellot, der nach fast 20 Jahren bei Straumann – davon sieben Jahre als CEO – zurücktritt. Norbye wird bereits im Oktober zum Unternehmen stossen, um gemeinsam mit Daniellot die Übergabe vorzubereiten.
Norbye wechselt vom schwedischen Handels- und Dienstleistungsunternehmen Beijer Ref zu Straumann. Dort war er als CEO tätig. Zuvor leitete Norbye bei ASSA ABLOY den Geschäftsbereich Entrance Systems mit einem Umsatz von rund 4 Milliarden Euro. Unter seiner Führung wurde der Bereich unter anderem digitalisiert und das Servicegeschäft ausgebaut. Norbye wurde 1973 geboren, ist schwedischer Staatsbürger und besitzt einen MBA der University of Miami.
Analysten bedauern Abgang von Daniellot
Der unerwartete Führungswechsel erfolgt in einer Phase, in der Straumann operativ solide dasteht. Für das erste Halbjahr 2026 meldete das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von 7,8 Prozent und eine verbesserte Profitabilität, dennoch gab die Straumann-Aktie nach der Ankündigung des Führungswechsels nach und verlor in den letzten Tagen -8,55%. Analysten bedauern den Abgang des bisherigen Straumann-Chefs Guillaume Daniellot. Wie der zuständige UBS-Experte schreibt, habe Daniellot bei Investoren ein hohes Ansehen genossen.


Straumann als digitaler Treiber
Straumann beschäftigt weltweit rund 12’000 Mitarbeitende und ist in mehr als 100 Ländern tätig. Das Unternehmen gilt als Treiber digitaler Workflows in der Zahnmedizin. Die dadurch veränderte Rollenverteilung zwischen Zahnarztpraxen, Herstellern und Dentallaboren nährt in der Branche seit längerem die Befürchtung, dass unabhängige Labore zunehmend umgangen werden und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern entstehen könnten. Kritiker warnen zudem vor einer möglichen Konzentration des Marktes: Wer in Scanner, Software und darauf abgestimmte Produktionsprozesse investiert, ist unter Umständen langfristig an das Ökosystem des jeweiligen Herstellers gebunden. Dies könnte den Wettbewerb einschränken und Fragen zur Wahlfreiheit, zur Qualität zahntechnischer Arbeiten sowie zur Verfügbarkeit und Unabhängigkeit des Supports aufwerfen.
Straumann entwickelt und vertreibt unter anderem Zahnimplantate, kieferorthopädische Lösungen, Biomaterialien, CAD/CAM-Prothetik und digitale Anwendungen für die Zahnmedizin. Der Hauptsitz befindet sich in Basel.
Swiss Dental News

Straumann: Christopher Norbye wird neuer CEO
Die Straumann Group erhält einen neuen CEO. Christopher Norbye übernimmt die Führung des Basler Dent…

Medbase übernimmt Mehrheit an Ardentis
Die Medbase Gruppe betreibt rund 190 medizinische Zentren, psychotherapeutische Praxen, Apotheken un…

Hunderte Jugendliche starten Lehre in Dentalberufen
Schweizweit starten rund 70’000 Jugendliche im August 2026 ihre Berufslehre. Besonders gefragt sind …

Eigenbluttherapie in der Zahnmedizin
Die Eigenbluttherapie ist eine Therapieform, bei der den Patientinnen und Patienten eigenes Blut ent…

Angst auf dem Behandlungsstuhl: Wege aus der Zahnarztangst
Schweissausbrüche, Herzrasen und schlaflose Nächte vor dem nächsten Kontrolltermin – die Angst vor d…

Zahnschmerzen in den Ferien: Warum Fliegen die Nerven reizt
Zahnschmerzen beim Fliegen und wegen der Hitze: Was hilft? Zahnschmerzen in den Ferien gehören z…
