Neues Keramikimplantat konzipiert von Zahntechniker Benjamin Schick

Uniform Goodbionics
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Bei der Release Party zum UNIform Keramikimplantat von Good Bionics war Gastautor Zahntechniker Nico Heinrich mit dabei:

Die Sonne strahlt an diesem Freitagmittag voller Energie durch die Bäume in Inning am Ammersee. Energie liegt in der Luft. In der Alten Brauerei mit Blick ans Ufer der bayrischen Idylle wehen Fahnen an den Eingängen um zu signalisieren: Hier gibt es etwas zu sehen! Der rustikale Charme in Verbindung mit moderner Einrichtung spiegelt sich auch auf dem überall zu entdeckenden Hingucker: Dem abgebildeten Implantat von Goodbionics, Das UNIform Keramikimplantat steht da strahlend und sauber weiss vor dem Hintergrund eines natürlich gewachsenen Baumes, mit stabiler Verwurzelung und ausladenden Ästen.

Die Gäste treffen ein, bekannte und interessierte Gesichter, Zahnärzt*innen und Zahntechniker*innen, viele die sich schon von anderen Fortbildungen und Messen kennen begrüssen sich herzlich und gespannt – darunter Benjamin Schick. Der studierte BsC und Zahntechniker der kurz danach auf der Bühne uns alle willkommen heisst, beginnt mit seiner Erzählung: Seit über 40 Monaten arbeitet er, sein Team und seine Kollegen und Unterstützer an diesem Projekt, das hier und heute im Februar an die Öffentlichkeit getragen wird.

Das erklärte Ziel: Die beste Implantologie

In diesen vergangenen Monaten und Jahren der Arbeit und Forschung – die nicht nebenbei erwähnt auch vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) und vom BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) geförderten Untersuchungen und Entwicklungen zeigen sich heute den neugierigen Blicken des Publikums. Und Benjamin steht locker auf der Bühne und legt los: Das Uniform, ein Keramikimplantat. Ein durchdachtes Implantatsystem, bei dem die Fehler der früheren Produkte in der Branche bedacht und überarbeitet wurden – mit key-features wie einem individuellen Gewinde, das sich durch die Taillierung zum Aufbau hin besser in den Knochen einpasst, ein modernes Zirkoniumdioxid, das stabiler und ausdauernder ist, als die verwendeten Keramiken der letztjährigen Keramikimplantate, und eine neue, neuartige und patentierte Oberfläche.

Der Grundgedanke Keramik so zu be- und verarbeiten wie man es mit Metall macht, liegt nahe – doch Keramik und Metall sind zwei so unterschiedliche Materialien, die jedem Zahnmediziner und erfahrenem Techniker bekannt sind. Eine durch Sinterungsprozesse aufgetragene, mikroporöse und raue Grenzschicht, ideale Voraussetzung für Osseointegration und Zellbesiedelung. CE-zertifiziert, und mit mehreren Studien belegt: [diese Oberfläche] „ermöglicht eine provisorische, klinisch sichere Sofortversorgung bei verkürzter Einheilzeit“.

goodbionics UNIform

Regeln der Biologie nicht verletzen

Prof. Dr. Ralf Smeets wird von Benjamin auf die Bühne geholt, steht entspannt vor uns und spricht mehr Grundregeln an und appelliert an die Anwesenden: es sei Okay, wenn wir morgen früh sein Gesicht schon wieder vergessen haben – doch die wichtigsten Dinge der Implantologie können uns Fälle retten und Patient*innen erfolgreich versorgen.

„Regeln der Biologie nicht verletzen“, „78% der verlorenen Fälle haben die Ursache in der anatomischen Situation und der Position“, „der O-Ring-Effekt“ und das beachten der „EBC-Zone“ sind dabei nur einige der vorgestellten und erforschten Dinge, die es zu beachten gilt. Mit seinem sehr breiten und tiefen Fachwissen glänzend berichtet er anschließend von den aktuellsten Generationen von Zirkoniumdioxid, den Forschungsergebnissen, wie wenig diese brechen, dem „kreeping Attachment“-Effekt und auch dem Abrieb von Titanpartikeln bei Insertion. Er ruft uns allen ins Gedächtnis: Denken wir mal zurück, was wir vor 10 Jahren für ein Handy in der Hand hielten- und wie leistungsstark und modern und schnell die aktuelle Entwicklung sich jetzt in jeder Hosentasche findet. Das macht Laune und optimistisch für die Zukunft.

9 verschiedene Geometrien bei UNIform von Goodbionics

Benjamin Schick, der von Technik-Enthusiasmus getriebene Laborbesitzer, Referent und Unternehmer steht kurz darauf wieder vor uns und präsentiert weitere Merkmale. Ein Scanbody oder die Möglichkeit den Aufbau analog abzuformen sei beim UNIform Implant von Goodbionics mit dabei, 3 Unterschiedliche Durchmesser und Längen ergeben eine Auswahl an 9 verschiedenen Geometrien, und die Möglichkeit die Oberseite in Situ nachzupräparieren. Um den letzten Skeptiker zu überzeugen taucht auf der Präsentationsfläche das jüngste Ergebnis aus einer 5 Jährigen Review auf: 94% Aller Implantationen waren erfolgreich. Das ist wie Ralf Smeets auf seinen letzen Folien auch herausgestellt hat: eine echte und metallfreie Alternative zu Titanimplantaten mit vergleichbaren und sehr ähnlichen Forschungsergebnissen.

Dr Gahlert und Dr Röling wurden schon im Vortrag von Ralf Smeets als herausragende Mediziner angepriesen, in ihren Ausführungen gingen sie auf verschiedenste Erkenntnisse der aktuellen und vergangenen Zahnmedizin ein und fanden zum Schluss das Resümee Keramikimplantate haben nicht nur viele bewiesene Merkmale, anhand derer man diese bedenkenlos implantieren und ästhetisch versorgen könne, sondern sogar einige Vorteile gegenüber Titan als Mittel der Wahl.

gruppenbild goodbionics keramikimplantat

Dass der natürliche Zahn nicht grau, sondern elfenbeinfarben sei und damit ein dunkles durchschimmern durch zu geringe vestibuläre Knochenschichtstärken vermieden wird. Dass die „weisse Ästhetik“ für uns alle unser Handwerk und Ziel bedeutet, ist uns klar, doch auch die „rote Ästhetik“ und damit alles was subgingival von statten geht gewinnt immer mehr an Bedeutung. So manch Patient hat zwar auf den ersten Blick herausfordernde Wünsche, doch aktives Zuhören und die richtige Materialwahl des Implantats kann da viel zur Erfolgreichen Versorgung beitragen. Ausschliesslich evidenzbasiert wird berichtet: 97,5% (n=38) erfolgreiche Versorgungen mit weniger als 1mm bone-loss.

5 Jahres Review Uniform Goodbionics

Die 5 Jahres Reviews seien da herausragend und auch die Aussichten auf die 10 Jahres Reviews sehen in sehr naher Zukunft gleichartig vielversprechend aus. Benjamin, souverän und wohlverdient auf einer Bühne mit so fachspezifischen und erfahrenen Mitmenschen, berichtet uns im Anschluss von dem UNIverse, der all-in-one-Lösung. Die Vision, eine Plattform zu eröffnen, auf der Behandlungsschritte geplant, kommuniziert und durchgeführt werden – inklusive Feedbackloop um das UNIform noch besser zu machen – stellt er uns durchdacht und begeistert vor. Auch der Ansatz, dass zu jedem Implantat und jedem geplanten Patienteneinsatz ein vollständiges Implantationsset mitgeliefert wird, klingt so schlüssig und sinnvoll, dass der Gedanke schonmal aufkommt „warum ist da noch niemand vorher darauf gekommen?“.

Die Möglichkeit, ein Implantat zu setzen, einen Patienten mit einem eventuell noch nicht verwendetem System zu versorgen, rückt damit in greifbare Nähe. Das Einkaufen von Werkzeug aller Art fällt durch das vorbereitete Set komplett weg und wird durch das Abholen und Wiederaufbereiten auch auf nachhaltige Weise ersetzt. Peter Haider wird als IT und KI-Experte vor dem Publikum sprechen und einen Ausblick auf die aktuellen und kommenden Entwicklungen geben. Um überhaupt zukunftsorientierte Gespräche führen zu können, müssen die Grundlagen und die damit verbundenen Fachworte sitzen.

Der Unterschied zwischen machine-learning und deep-learning ist nicht jedem klar, wird aber mit Erläuterungen zur Datenverarbeitung näher gebracht. Dass Programme Daten Sammeln, Klassifizieren, segmentieren, vorhersagen und schließlich neue Daten generieren sollen ist uns allen spätestens seit Dall.e und chatGPT klar – und mit der Grundlage der seit Jahrzehnten sehr gut dokumentierten Datensammlungen von allen Medizinern im Bereich der Implantologie steht uns dahingehend laut Peter eine hoffnungsvolle und ereignisreiche Zukunft bevor.

Bindeglied ZahntechnikerIn

Zum Finale seiner Ausführungen und dieses Nachmittages in Fachkreisen erzählt Benjamin Schick vom goodwiki. Dem Portal, in dem Feedbackloops geschlossen, Daten erhoben und die Grundlage für heutige und zukünftige Patientenversorgungen gelegt werden. Der Clou kommt aber zum Schluss: Das Dentallabor soll das Bindeglied zwischen Patient*in und Zahnärzt*in sein. Die Zahntechniker*innen sind ja Profis im Bereich der Prothetik und können zukünftig ihren Kunden das Implantat, zum Beispiel eben das Uniform Implantat von Goodbionics nahelegen und schliesslich bewerben und kommunizieren. Das Labor ist somit der Experte und kümmert sich schon vor dem ersten Eingriff, von Anfang bis hin zur fertigen, hochwertigen und ästhetischen prophetischen Versorgung um das gemeinsame Ziel: Die beste Implantologie!

goodbionics keramikimplantat gastbericht von nico heinrich
Gastautor ZT Nico Heinrich hat die Fortbildung von Uniform Goodbionics besucht

Kontakt: http://www.instagram.com.nico_heinrich_business

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