Das fünfte Zürich Symposium stand unter dem Motto „Troubleshooting in Dentistry“. Das Fazit vorweg: Fehler passieren, auch in der Zahnmedizin. Der Umgang mit ihnen entscheidet über den Verlauf der Behandlung.

Probleme erkennen, lösen und richtig kommunzieren
Professorin. Dr. Dr. Mutlu Özcan ist seit 15 Jahren an der Universität Zürich tätig und seit letztem Sommer Klinikdirektorin des ZZM.
Özcan stellte detaillierte klinische Protokolle vor, die bei der Behandlung von zahnmedizinischen Problemen angewendet werden können. Diese Protokolle sind unerlässlich, um die Langlebigkeit und Funktionalität prothetischer Arbeiten zu gewährleisten.
Neben dem Erkennen und Lösen von Problemen betonte Professorin Özcan die Bedeutung der Kommunikation: „Wenn etwas nicht nach Plan läuft, ist eine offene Kommunikation ein sehr wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Therapie“.
Um chronische Schmerzen im Mund- und Kieferbereich ging es im Vortrag von Dr. Dr. Frank Sanner, der die verschiedenen Ursachen für chronische Schmerzen in diesem Bereich beleuchtete und mögliche Behandlungsansätze vorstellte. Er betonte die Wichtigkeit einer genauen Diagnose, um effektive Therapien entwickeln zu können.

Nicht immer Antibiotika!
Dr. Valérie Schmidt-Ziltener zeigte in ihrem Beitrag über akute Infektionen Behandlungsstrategien, wie schnelle und präzise Interventionen helfen können, schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden. Mit einer Triage kann eruiert werden, ob und wann eine Überweisung indiziert ist:
-Nicht palpierbarer Unterkieferrand
-Atem oder Schluckbeschwerden
-Fieber
-Druckdolenz der Vena anularis
Wenn die obigen Kriterien nicht zutreffen kann eine ambulante Therapie mit Inzision und Drainage, Schmerzmanagent und falls nötig Antibiotika stattfinden.
Schmidt-Ziltener warnte aber davor, Antibiotika per se bei Infektionen zu verschreiben. Gerade in Privatpraxen würden aus Unsicherheit zu häufig und unnötig Antibiotika verabreicht.
Nach der Pause ging es weiter mit Dr. Spyridon N. Papageorgiou. Er diskutierte häufige Ursachen für Misserfolge in der Kieferorthopädie und wie diese vermieden werden können. Papageorgiou plädierte darauf die Individualität der Patienten und Patientinnen immer in den Vordergrund zu stellen und betonte, wie wichtig es ist, Patienten individuell zu betrachten und Behandlungspläne entsprechend anzupassen.
Periimplantärer Knochenverlust ist das Spezialgebiet von Prof. Dr. Patrick R. Schmidlin. Er betonte die Bedeutung präventiver Maßnahmen und regelmässiger Kontrollen für den langfristigen Erhalt von Implantaten. Den Abschluss der Fortbildung vom fünften Zürich Symposium bildete der Vortrag von Prof. Dr. Anne-Katrin Lührs zum Thema Herausforderungen und Lösungen in der restaurativen Zahnerhaltung.
Aus Troubleshooting in Dentistry wurde anschliessend beim Barbecue und gemütlichen Ausklang, Socializing with Dental Professionals.
Das Symposium wurde organisiert von: FZ | Fortbildung Zürichsee – Für Zahnärzte, Zahntechniker, DH’s und PA’s Workshops, Live-OP Kurse (zfz.ch)
Fotogalerie 5th Zurich Symposium















