Die European Federation of Periodontology EFP stärkt mit einem neuen Strategieplan bis 2030 ihre Rolle als internationale Plattform für Mundgesundheit, Forschung und Praxis. Professor Dr. Anton Sculean erklärt, warum Leitlinien, Kongresse und Fachjournale für die Parodontologie zentral bleiben.
Die European Federation of Periodontology, kurz EFP, gehört zu den wichtigsten Fachgesellschaften der Parodontologie und Implantologie. Sie vereint über 40 Länder und vernetzt Forschung, Lehre und Praxis international. Auch die Schweiz zählt zu den Gründungsmitgliedern. «Die EFP ist die grösste Fachgesellschaft in der Parodontologie und Implantologie weltweit», sagt Anton Sculean, der, nach seiner Rolle als Präsident, seit Juni 2025 Generalsekretär der EFP ist. Er verantwortet gemeinsam mit dem Vorstand die strategische Ausrichtung. Der aktuelle Strategieplan bis 2030 setzt klare Schwerpunkte auf orale Gesundheit, Ausbildung, öffentliche Wahrnehmung und Wachstum.
Im Zentrum steht dabei die Förderung der Mundgesundheit. «Die EFP deckt das gesamte Spektrum ab, von Prävention über Diagnostik und Therapie der Parodontitis bis zur Implantattherapie, zur Weichgewebschirurgie und zum Komplikationsmanagement. Wir decken alle Bereiche der Mundgesundheit ab», so der Berner Paroddontologe Sculean.
Evidenzbasierte Leitlinien
Ein wichtiger Auftrag der Organisation ist der Wissenstransfer in den Praxisalltag, so Sculean: «Dafür entwickelt die EFP evidenzbasierte Leitlinien, sogenannte S3-Guidelines, und bündelt die beste verfügbare Evidenz in Konsensuskonferenzen. Wir filtern die beste Evidenz und geben sie an die Praktiker weiter.»
Der internationale Austausch läuft über Kongresse, Workshops und Fachjournale. Der EuroPerio-Kongress gilt als Flaggschiff der Fachgesellschaft. «Die letzte Ausgabe in Wien zählte mehr als 10’000 Teilnehmende. Das war ein riesiger Kongress», sagt Sculean. Der nächste EuroPerio findet 2028 in München statt.
Auch ausserhalb Europas aktiv
Auch ausserhalb Europas baut die EFP ihre Rolle aus. «Kooperationen bestehen unter anderem mit Australien und Ländern in Südamerika, mittlerweile sind wir global», sagt Sculean stolz.

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